Tipps und Tricks für Sommerweine, die sogenannten "Kühlschrank-Weine"

Hamburg (alc) - Mussten früher umständlich Eisblöcke hergestellt und im Keller gelagert werden, schnurrt heute in jeder Küche leise ein praktischer Kühlschrank. Dies ist insbesondere für den sommerlichen Weingenuss von Vorteil, wenn ein erfrischender Rosé die Lieblingslektüre auf dem Balkon oder ein kräftiger Weißer die Dorade vom Holzkohlegrill begleiten soll. Doch mit modernen Kühlmöglichkeiten tauchen auch Fragen auf: Wie lange hält sich ein offener Wein überhaupt im Kühlschrank? Darf man einen Wein ins Eisfach legen, wenn es schnell gehen soll? Und welches ist überhaupt die richtige Trinktemperatur für Weiß- und Roséwein?

Temperatur beeinflusst Aromatik

Die Faustregel lautet: Je mehr Tannine, desto wärmer wird der Wein getrunken. Daher wird Weißwein kühler aufgetischt als ein Rotwein. Dann kann noch nach der Fülle des Weins unterschieden werden. „Leichte, frische Weißweine wie der australische Tropfen „The Optimist Verdelho Chardonnay“ oder der Spanier „Palacio de Menade“ sollten bei acht bis zehn Grad Celsius serviert werden, volle und aromatische hingegen bei zehn bis zwölf Grad Celsius. Roséweine könnten diesbezüglich wie Weißweine behandelt werden“, bestätigt Beat Koelliker, Weinexperte und Präsident von www.chateaudirect.de. Bei sommerlichen Außentemperaturen erwärmt sich der Wein im Glas schnell, so dass er ruhig zwei bis drei Grad kühler eingeschenkt werden darf. Beispielrechnung: Wurde eine Flasche im Kühlschrank bei fünf Grad Celsius gelagert und liegt die gewünschte Trinktemperatur bei zwölf Grad, sollte sie bei einer Umgebungstemperatur von 25 Grad Celsius eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank genommen werden.

Je kühler das Getränk, desto stärker wird die Geschmacksempfindung reduziert. Weine mit hohem Säuregehalt schmecken dann eher erfrischend. Ist der Wein jedoch zu kalt, wirkt er verschlossen. Umgekehrt gilt: Je wärmer, desto präsenter sind die Aromen. Ein Zuviel an Wärme kann zu einem unangenehm alkoholischen Geschmack führen; Rosé wird dann als zu süßlich empfunden. Im Zweifel den Wein lieber etwas zu kalt servieren. Doch wie auch für den Wein gilt für die Temperatur: Es zählt der eigene Geschmack!

Aufbewahrung und Verschluss angebrochener Flaschen

Eine angebrochene Flasche kann – vorausgesetzt der Jahrgang ist nicht allzu alt und damit empfindlich – drei bis vier Tage ohne Qualitätsverlust im Kühlschrank aufbewahrt werden. Einige Weine halten sich sogar bis zu einer Woche und länger. Grundsätzlich gilt: Je jünger der Wein, desto länger kann er gelagert werden.

Wird die Flasche wieder mit dem Originalkorken verschlossen, sollte darauf geachtet werden, dass der Korken in seiner ehemaligen Position, also mit der feuchten Seiten nach unten, wieder in den Flaschenhals kommt. Dazu braucht es allerdings meist etwas Kraft. „Korken ist ein Naturprodukt und muss so behandelt werden. Muffelt er beispielsweise, empfehlen wir unseren Kunden eine Alternative wie den Glasstopfen oder einen speziellen Weinverschluss. Hat die Flasche einen Drehverschluss, liegt die Lösung auf der bzw. in der Hand!“, erklärt Beat Koelliker. Es gibt zahlreiche Anbieter von speziellen Verschlüssen, bei denen zum Beispiel beim Abdichten mit einer Spezialpumpe ein Vakuum in der Flasche erzeugt wird. Damit wird der Wein vor mit Sauerstoff geschützt. Denn dieser lässt den Wein schneller altern.

Ein kühlender Mantel an heißen Tagen

Ist die gewünschte Temperatur erreicht, gilt es diese trotz sommerlicher Hitze zu halten. Da es praktischer ist, die Flasche in Reichweite zu haben, statt immer wieder zum Kühlschrank zu laufen, sind Weinkühler eine gute Lösung. Hier haben die Weingenießer die Qual der Wahl unter unterschiedlichsten Materialien wie Terrakotta, Edelstahl und doppelwandigem Plexiglas. Wer den Wein stilvoll vor den Augen seiner Gäste herunterkühlen möchte, nutzt entweder Kühlmanschetten, die im Eisfach aufbewahrt werden, oder die attraktiven durchsichtigen Plastiktaschen mit Henkeln, die mit Eiswürfeln aufgefüllt werden. Ein echter Hingucker! Bei Zeitmangel empfiehlt sich auch ein mit Eiswürfeln gefüllter Sektkübel, in den die Flasche kopfüber gestellt wird. So erreicht zunächst der Wein im Flaschenhals die richtige Temperatur und damit der Teil, der als erstes im Glas landet. Diese Methoden sind auf jeden Fall der radikalen Abkühlung im Eisfach vorzuziehen und sehen dazu noch besser aus!

P.S. Der Online-Versandhändler Chateau Direct bietet unter www.chateaudirect.de/kuehlschrank-hits zwölf Kühlschrank-Hits aus unterschiedlichen Weinländern von Australien bis Spanien zum Probieren an – da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

(29.05.2011 - 2796 mal aufgerufen)

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